Ist es sinnvoll, im kirchlichen Kontext (unsterile medizinische) Einmalhandschuhe zu tragen?

Der aus der Originalverpackung entnommene unsterile medizinische Einmalhandschuh muss nach der gesetzlichen Bestimmung nicht frei von potentiell pathogenen Mikroorganismen sein. Außerdem besitzt ein gewisser Prozentsatz der Handschuhe unerkannte Perforationen (= Löcher), weshalb man sich niemals sicher sein kann, sich nicht zu infizieren.

Wegen des Risikos der Hautschädigung und der erhöhten Perforationsgefahr dürfen medizinische Einmalhandschuhe im medizinischen Kontext nur nach vorangegangener Händedesinfektion bei vollständig trockenen Händen angezogen werden.

Desinfiziert man sich die Hände mit angezogenen Handschuhen, riskiert man, dass die Handschuhe porös werden (da sie nicht chemikalienbeständig sind).

Bei längerem Tragen werden die Hände im Handschuh feucht und bieten damit ideale Brutbedingungen für viele Mikroorganismen (besonders für Bakterien und Pilze).

Unter Berücksichtigung der genannten Punkte muss vom Tragen von Einmalhandschuhen abgeraten werden.